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Tadschikistan

Tadschikistan – Atemraubende Landschaften, heiße Quellen und holprige Straßen 

Ein Reisebericht von Sebastian Kiener

Ca. 04:00Uhr am Morgen. Am Flughafen angekommen, heißt es erst einmal sich in der Schlange für die Pass- und Visakontrolle anzustellen. Müde und erschöpft, waren wir mit der Art der Schlangenbildung vor dem Schalter doch ein wenig überfordert. Vergeblich sucht man hier nach einer Ordnung, vielmehr trifft hier das Sprichtwort  “First come, first serve” vollkommen zu. Wenn man sich aber darauf einlässt, kommt man doch schneller an die Reihe als gedacht. Vor dem Flughafen warten schon etliche private Taxifahrer, die dich für eine kleine Aufwandsentschädigung an dein Ziel bringen. Unser Fahrer war anscheinend bestens bekannt bei den örtlichen Polizisten, die vor dem Flughafen Kontrollen durchführen. Ein kräftiges Händeschütteln, ein kurzes Gespräch und unsere Fahrt konnte ohne Probleme fortgesetzt werden.Angekommen in unserer Wohnung stießen wir auf ein Problem, welches immer wieder während unseres Aufenthaltes auftreten sollte. Trinkwasser!
Erst wenn man nicht mehr einfach den Wasserhahn aufdrehen kann und !trinkbares! Wasser erhält, wird einem schnell bewusst wie sehr man sich an diesen Luxus gewöhnt hat. Daher wurde kurzerhand ein frischer Tee mit kochendem Wasser aufgesetzt um kurz danach in unser gemütliches Bett zu fallen.Am nächsten Tag trafen wir uns mit unserem Guide in einem sehr netten Café, um die Route für die bevorstehende Reise in das Pamir Gebirge zu besprechen.

 

„Dushanbe hat eine der größten Flaggen der Welt“

 

Bis zum Beginn unserer  Reise hatten wir aber noch ein paar Tage Zeit uns die Stadt Dushanbe anzusehen und eine kleine Tagestour in die umliegenden Berge zu machen. Dushanbe ist wie eine Rose, wunderschön anzusehen doch muss man aufpassen sich nicht an ihr zu stechen. In manchen Bereichen ist sie eine, im Verhältnis zu den umliegenden Ländern sehr moderne, offene Stadt. Man sieht junge Mädchen in bauchfreien Oberteilen, in dem Restaurant/Kneipe “Bundesbar” gibt es deftige, deutsche Küche und zur Fussball WM auch noch einen Livestream auf großen Leinwänden. Dennoch spürt man förmlich den gesellschaftlichen Druck, der mit einer strengen Religiösität einhergeht. So gibt die Sharia, welche auch stillschweigend von der Regierung toleriert wird. Eine viel offensichtlichere Problematik ist die Korruption der Polizei. Kann man sich als Europäer doch !meist! auf das Rechtssystem und seine Exekutive verlassen, hatte ich in Dushanbe oft das Gefühl, dass das Recht des Wohlhabenden zählt. Trotzdem ist es eine Stadt, die zum Staunen einlädt. Immerhin hat sie eine der größten Länderfahnen der Welt, jede Menge Prunkbauten und ein wunderschönes, riesiges Teehaus welches wir vom Wasser aus erblicken konnten. Wer von A nach B will kann entweder zu Fuß gehen oder den öffentlichen Bus nehmen. Alternativ gibt es offizielle Taxen und “private”. Diese fahren die Busstrecken entlang und halten an jeder Haltestelle ein Schild mit der jeweiligen Buslinie an die Frontscheibe um anzuzeigen in welche Richtung sie fahren und bringen dich zügig und günstig ans Ziel.

Teahouse in Dushanbe, Tajikistan

Teahouse in Dushanbe, Tajikistan

Teahouse in Duhanbe, Tajikistan

Teahouse in Duhanbe, Tajikistan

Sunset at the Teahouse in Dushanbe, Tajikistan

Sunset at the Teahouse in Dushanbe, Tajikistan

Dushanbe, Tajikistan

Dushanbe, Tajikistan

View on arc and flag in Dushanbe, Tajikistan

View on arc and flag in Dushanbe, Tajikistan

Teahouse with mountains in the back in Dushanbe, Tajikistan

Teahouse with mountains in the back in 


Bevor wir unsere Tour in das Pamir Gebirge starteten, ging es nochmal für eine Nacht in die nahe gelegenen Berge von Dushanbe, unter anderem mit Zwischenhalt am wunderschönen Iskanderkul See. Besonders aus der Ferne kann man das fast schon surreal wirkende Türkisfarbene und klare Gletscherwasser bestaunen. Der See liegt auf etwas über 2000 Meter Höhe und ist umringt von Bergen. Der Name Iskanderkul stammt von Alexander dem Großen. Iskander ist das persische Wort für Alexander und “kul” bedeutet See auf türkisch. Nachdem wir uns im eiskalten Wasser abkühlen konnten, ging es weiter in das Fann Gebirge.

 

„Tunnel des Todes und wunderschöner Iskanderkul See“

 

Nach einer kleinen Wanderung zu einem sehr tiefen Wasserfall mit einer Aussichtsplattform bestehend aus einem Stahlgitter, welches von einem !Stein! gehalten wird, ging es in unsere Unterkunft am Rande eines kleinen Dorfes, wo wir frisch gegrilltes Fleisch, Salat und ein kühles Bier genießen durften. Auf dem Rückweg nach Dushanbe mussten wir noch durch den Tunnel des Todes (benannt nach einer guten Freundin die in Dushanbe lebt). Der Tunnel ist über 5km lang, hat eine sehr spärliche Beleuchtung an der Decke (seit Kurzem), es gibt weder Zu- noch Abluft, links und rechts läuft teilweise Wasser aus den Wänden und gelegentlich kommt es vor, das entgegenkommende Lkws ihr Fahrtlicht nicht einschalten. Eine Panne sollte man lieber nicht haben, aber umso spannender war die Fahrt.
A guy on a donkey

A guy on a donkey

Death tunnel

Death tunnel

Iskanderkul Lake, Tajikistan

Iskanderkul Lake, Tajikistan

Iskanderkul Lake

Iskanderkul Lake

Little bridge over raging river

Little bridge over raging river

Little girl playing in front of a house

Little girl playing in front of a house

Mountain peak near Dushanbe

Mountain peak near Dushanbe

Mountains near Dushanbe, Tajikistan

Mountains near Dushanbe, Tajikistan

On our way back to Dushanbe

On our way back to Dushanbe

Our guide preparing wood for the campfire

Our guide preparing wood for the campfire

Our hiking group enjoying the evening

Our hiking group enjoying the evening

Rock with Tajikistan Flag on it

Rock with Tajikistan Flag on it

Sunrise over the fields, Tajikistan

Sunrise over the fields, Tajikistan

Sunrise with view of the peak of a mountain

Sunrise with view of the peak of a mountain

View from the platform

View from the platform

Waterfall

Waterfall

Waterfall viewing platform

Waterfall viewing platform

Zurück in unserem Apartment in Dushanbe (welches nebenbei gemerkt wirklich nur zu empfehlen ist! Achtung, Werbung 🙂 http://www.booking.com/Share-gKY9k2 )
fielen vor Erschöpfung beinahe direkt in einen erholsamen Schlaf. Am nächsten Morgen ging es sehr früh los, da wir einen langen Tag im Auto vor uns hatten und die befestigte Straße nach etwa 150km aufhören würde. Danach ging es nur noch auf Schotter Straßen weiter. Unser Weg führte uns südlich in Richtung Afghanistan und nach Rund neun Stunden fahrt erreichten wir unser ersten Etappenziel, ein sehr nett eingerichtetes Hostel mit Dusche und zeitweilig sogar Wlan Verbindung. Zum Abendessen gab es das erste mal die Suppe, welche uns auf unserer Reise täglich unsere hungrigen Mägen stillen würde. Shurbo. Diese Suppe besteht aus einer kräftigen Fleischbrühe mit einem großen Stück Fleisch (Hammel oder Rind), Kartoffeln und saisonalen Gemüse.

 

„Afghanistan so nah“

 

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Süden, bis zur Afghanischen Grenze, wo wir eine kurze Pause einlegten um die wunderbare Aussicht auf das Gebirge, afghanische Dörfer und den Grenzfluss Amu Darya genießen zu können. An der Grenze kamen uns dann zum ersten mal Männer in Uniformen und Gewehren entgegen, die nicht gerade vertrauenserweckend aussahen, doch sollten uns auf unserer Reise täglich dutzende Soldaten unsere Wege kreuzen, daher gewöhnte man sich nach einer Weile an ihren Anblick und solange man nicht versuchte den Grenzfluss zu überqueren, hat man in der Regel auch keine Probleme zu befürchten (und es ist von Vorteil, immer ein paar Zigaretten dabei zu haben).
Afghan mountain peak

Afghan mountain peak

Afghan and Tajikistan Mountains

Afghan and Tajikistan Mountains

View to Afghanistan

View to Afghanistan

View over mountains, Tajikistan

View over mountains, Tajikistan

Our group with our guide from Hike Tajikistan

Our group with our guide from Hike Tajikistan

On the road in Tajikistan

On the road in Tajikistan

Fields in Tajikistan

Fields in Tajikistan

Cars crossing a sign in Tajikistan

Cars crossing a sign in Tajikistan

Border post to Afghanistan in Tajikistan

Border post to Afghanistan in Tajikistan

Afghan village

Afghan village

A farmer on his field in Tajikistan

A farmer on his field in Tajikistan

W.F.P. tent

W.F.P. tent

Selfie towards Afghanistan

Selfie towards Afghanistan

Our group taking a break

Our group taking a break

Afghan village

Afghan village

Afghan mountain peak

Afghan mountain peak

Afghan houses

Afghan houses

Afghan and Tajikistan Mountains

Afghan and Tajikistan Mountains

Am darauf folgenden Tag machten wir einen Zwischenhalt an einem Gebäude (fast schon ein kleiner Palast), welches für verschiedene Festlichkeiten seine Verwendung findet. Es wurde sehr viel filigran verarbeitetes Holz verwendet, was nach außen hin sehr fein und leicht wirkt, die Räume im Inneren strotzen dagegen nur so vor Prunk und Kitsch. Man kann dort einfach nur einen Tee trinken, bevorzugt werden jedoch Feste und Hochzeiten abgehalten.

 

„Heirat und Geschichte“

 

Weiter auf unserem Weg kamen wir an einer 3500 Jahre alten Festung vorbei, die vor langer Zeit auch einen religiösen Zweck diente. Ein alter Mann aus dem naheliegenden Dorf bezeichnete sich selbst als den letzten Einwohner dieser Anlage und führte uns freudig umher um uns alles zu zeigen. Seiner Aussage nach haben die Menschen dort schon vor über 3000 Jahren die DNA erkannt, jedoch konnte er das nicht eindeutig beweisen. Es gab einen Raum in welchen sie mit Hilfe eines großen Mikroskop angeblich die DNA entdeckt haben, wir waren darüber aber etwas in Zweifel. Dennoch ein unglaublich beeindruckender Ort, an dem man die spirituelle Kraft noch immer gespürt hat.
Wedding house in Tajikistan

Wedding house in Tajikistan

Wooden ballroom in Tajikistan

Wooden ballroom in Tajikistan

Wooden conference room

Wooden conference room

Wedding hall in Tajikistan

Wedding hall in Tajikistan

Room full of paintings

Room full of paintings

Painted ceiling in Tajikistan

Painted ceiling in Tajikistan

Painting in wedding house in Tajikistan

Painting in wedding house in Tajikistan

Chill area at Wedding house in Tajikistan

Chill area at Wedding house in Tajikistan

Small house with mountains in the background

Small house with mountains in the background

Old fortress with mountains in the back

Old fortress with mountains in the back

Old fortress in Tajikistan

Old fortress in Tajikistan

Dog at the fortress

Dog at the fortress

View to the mountains in Tajikistan

View to the mountains in Tajikistan

Old man handing out small presents

Old man handing out small presents

Old man showing how tube works

Old man showing how tube works

Old man showing bowl of stone

Old man showing bowl of stone

Old man looking in the camera

Old man looking in the camera

Old man describing old material

Old man describing old material

Hexagon stones which shows the DNA

Hexagon stones which shows the DNA

Old jar with flowers in it

Old jar with flowers in it

Gas station in Tajikistan

Gas station in Tajikistan

Dog at the Gas Station

Dog at the Gas Station

Den Abend und die Nacht haben wir bei einer sehr netten Gastfamilie verbracht, die uns mit köstlichen Speisen versorgt hat (wieder einmal die typische Suppe und selbstgemachtes Brot, als Nachspeise Melone). Gut genährt machten wir uns am nächsten Morgen früh auf den Weg, denn für den heutigen Tag war eine Wanderung in die Berge geplant, wo wir bei einer anderen Gastfamilie die Nacht über bleiben werden. Mit großen Rucksäcken und bei sehr heißen Temperaturen (ca. 40°C) ging es los und schon nach ein paar Minuten machte sich Erschöpfung bemerkbar. Doch die wunderbare Natur gab uns immer wieder Kraft weiter zu gehen. Nach rund einem Drittel der Strecke gelangten wir zu einem See der mit Schmelzwasser gefüllt war. Das war die perfekte Abkühlung, die nach einem kurzen Bad im kalten Nass mit Keksen und Tee vollendet wurde. Wir stiegen weiter und weiter, immer höher den Berg hinauf.

 

„ Anstrengender Aufstieg mit Abkühlung im Gletschersee“

 

Mittlerweile machte sich auch die dünne Luft bemerkbar. Als wir nach Stunden endlich unser kleines Dorf erreichten, verschwand die Sonne langsam hinter den Gipfeln und da es nun spürbar kalt wurde, wärmten wir uns mit etwas warmen Tee mit Milch auf, bevor wir es uns in unserem wunderschön eingerichteten Gästeraum gemütlich machten. Ich war ehrlich gesagt überrascht wie offen die Menschen in diesem Dorf Fremden gegenüber waren. Dies zeigte sich z.B. durch unseren Hausherren, der nur durch Besucher und einem englischen Wörterbuch sich selbst die Sprache beigebracht hat. Dafür benötigt es eine gewaltige Menge an Interesse und Neugier. Und so gingen wir mit einem wohligen Gefühl ins Bett. Geweckt wurden wir durch das laute Prasseln des Regens – welche Wohltat nach dieser enormen Hitze! Doch war es auch etwas beängstigend, da der Abstieg dadurch deutlich erschwert wurde und falls etwas passieren sollte wir stundenlang, womöglich bis zum nächsten Tag auf Rettung warten müssten. Glücklicherweise konnten wir alle den Abstieg ohne Zwischenfälle meistern und so ging unsere Reise weiter.

Cows behind a wooden fence

Cows behind a wooden fence

Clouds over village in the mountains

Clouds over village in the mountains

Young men playing football in front of the mountains

Young men playing football 

Young Boy sitting on a rock

Young Boy sitting on a rock

Young boy looking in the camerea

Young boy looking in the camerea

Little bridge over big river in Tajikistan

Little bridge over big river in Tajikistan

Walking over little bridge

Walking over little bridge

Different lakes mergin

Different lakes mergin

Myself in front of very cold mountain lake

Myself in front of very cold mountain lake

Hiking tour in the Pamir mountains

Hiking tour in the Pamir mountains

Beautiful field in the mountains

Beautiful field in the mountains

Field of wheat

Field of wheat

Village in the Mountins of Tajikistan

Village in the Mountins of Tajikistan

Village in a valley

Village in a valley

Village houses

Village houses

Village houses in the mountains

Village houses in the mountains

Village house in the mountains

Village house in the mountains

Valley in the Pamir mountains

Valley in the Pamir mountains

Two kids playing

Two kids playing

Wooden chair

Wooden chair

Hand made oven in the mountains

Hand made oven in the mountains

Reflection on a lake

Reflection on a lake

Peak filled with light

Peak filled with light

Sunset in the valley

Sunset in the valley

Stone houses in the mountains

Stone houses in the mountains

Goats going back to the village

Goats going back to the village

Small bridge over river

Small bridge over river

Pamir Mountains

Pamir Mountains

Sunset at a mountain peak

Sunset at a mountain peak

Village house outside

Village house outside

Cat lookin at the camera

Cat lookin at the camera

Our guide washin his hands

Our guide washin his hands

Inside our guest house in the mountains

Inside our guest house in the mountains

Inside of one village house

Inside of one village house

Going down the mountains

Going down the mountains

Cloudy day in the mountains

Cloudy day in the mountains

Clouds in the mountains

Clouds in the mountains

Nach dem Abstieg, zurück über die kleine Brücke hin zur unwegsamen Straße, stärkten wir uns mit heißem Tee und einigen Keksen, denn wir wussten, dass der kommende Tag durchaus anstrengend werden würde. Trotzdem waren wir sehr gespannt auf das, was uns bevorstand. Nach rund zwei Stunden fahrt erreichten wir unser erstes Ziel. Eine Festung (angeblich 3500 Jahre alt), die sich direkt an der Grenze zu Afghanistan befindet und noch heute den Grenzsoldaten als Aussichtspunkt und Überwachungspunkt dient. Die Soldaten, die dort dienen, machten nicht gerade einen besonders einladenden Eindruck, während sie bei unserem Aufstieg auf die Festung auf uns hinab blickten. Daher fragte unser Guide erst einmal nach, ob wir denn Fotografieren dürfen. Nach einer Weile wurde uns gestattet Photos zu machen, allerdings nur in Richtung Tadschikistan. Photos in Richtung Afghanistan wurden uns strengstens Verboten, auf Nachfrage unseres Guides hieß es, man könne die Photos ja verwenden um einen Überblick über die Festung und die Afghanische Grenze zu bekommen. Zum Glück gibt es ja kein Google Maps.
Wieder unten angekommen, standen auf einmal mehrere kleine Marktstände vor unseren Wagen, offensichtlich wurde gesehen, das Touristen vor Ort sind und haben natürlich sofort ihr Geschäft eröffnet. Angeboten wurden uns sehr detaillierte und hochwertige Mützen, Schals, Tücher und Allerlei. Handgefertigt aus Afghanistan und Tadschikistan. Auch wenn unser Guide uns darauf hinwies das die Preise sehr überteuert sind, kauften wir ein paar der Sachen, da wir uns nicht sicher waren ob wir noch einmal die Möglichkeit bekommen würden, Handgefertigte Ware aus Afghanistan zu bekommen.

 

„Atemraubende Aussicht über das Tal“

 

Für die zweite Festung, die wir erreichten, fehlen mir fast die Worte. Im Gegensatz zur Ersten, sah diese tatsächlich so aus als könnte sie mehr als 3500 Jahre auf dem Rücken haben. Schon von Weitem konnte man sie sehen, errichtet auf einer Felserhöhung, schwer zugänglich und mit einem Atemberaubenden Blick über das Gesamte Bergtal. Auf der Festung selbst waren wir ganz für uns und man konnte die Bedeutung dieser Festung in allen Poren spüren. Was muss das für ein Gefühl gewesen sein, vor einer Ewigkeit nachts unter dem Sternenhimmel, umringt von Bergen ausschau nach Eindringlingen zu halten.
Zum Abschluss machten wir Halt bei einem ehemalig spirituellen Ort, der heute den Zweck eines Museums dient. Geduldig wurde uns der religiöse Aufbau des Gebäudes erklärt und all die Interessanten Musikinstrumente, die man dort sehen konnte. Sogar eine kleine Spieleinlage wurde uns geboten.
Fortress on a mountain

Fortress on a mountain

Afghan clothes

Afghan clothes

View from the fortress

View from the fortress

Afghan clothes

Afghan clothes

Afghan clothes (3)

Afghan clothes 

View to the mountains

View to the mountains

Road between mountains

Road between mountains

Snowy mountain peaks

Snowy mountain peaks

Mountains covered in snow and clouds

Mountains covered in snow and clouds

Bird flying

Bird flying

Incredible rock formation

Incredible rock formation

View up the second fortress

View up the second fortress

Fortress with mountains in the background

Fortress with mountains in the background

Fortress walls

Fortress walls

Fortress walls and valley

Fortress walls and valley

Our guide, Denis standing on a fortress wall

Our guide, Denis standing on a fortress wall

Mountains covered in clouds but still lit by the sun

Mountains covered in clouds  

View from the fortress to the mountains

View from the fortress to the mountains

View from the fortress to the valley

View from the fortress to the valley

Two kids in front of a house

Two kids in front of a house

Stone for messing time

Stone for messing time

Painted wall of the building

Painted wall of the building

Outside the spiritual building

Outside the spiritual building

Sun shining through a window

Sun shining through a window

Old weapons and crafted things

Old weapons and crafted things

Hand made music instruments and clothes

Hand made music instruments and clothes

Exploring some old papers

Exploring some old papers

Crafted baskets on an oven

Crafted baskets on an oven

 

Doch noch war der Tag noch nicht zu Ende. Auf unserer langen Reise mussten wir natürlich zwischendurch auch einmal Tanken. Tankstellen mit normalen Zapfsäulen sucht man hier vergeblich, die einzige Möglichkeit besteht in alten, russischen Tanklastwagen die des öfteren am Straßenrand stehen und wo man mit etwas Verhandlungsgeschick einen guten Preis aushandeln kann. Bevor wir unseren Weg zur letzten Gastfamilie antraten, machten wir einen kurzen Halt an einer mehrere hundert Meter hohen Felswand, auf welcher schon vor vielen hundert Jahren Menschen Zeichen und Symbole in die Steine geritzt haben. Leider wurde diese Technik bis heute fortgeführt, wodurch es teilweise sehr schwer erkennbar war, ob man nun ein vielleicht tausende Jahre altes Symbol vor sich hat, oder ob es doch nur ein paar Jahrzehnte alt ist. Da der Weg zu dieser Felswand nicht so einfach zu finden war, haben uns ein paar Kinder gegen ein kleines Taschengeld gerne den Weg gezeigt. Nun ging es raus aus der Hitze und auch zum höchsten Punkt unserer Reise, einem Pass mit über 4500m Höhe! Kühle, frische Luft wehte uns entgegen und kurzzeitig gab es sogar leichte Schnee/Regen Schauer. Im Gegensatz zu teilweise 40°C war das die Erfrischung, die ich mir mehr als nur einmal gewünscht hatte. Das Gefühl während wir den Pass erklommen war unbeschreiblich. Kilometerweite Sicht, von Schnee bedeckten Gipfeln bis in das grüne Tal und bis auf ein paar Radtouristen und vereinzelten Pickups keine Menschenseele weit und breit. Und plötzlich waren wir nicht mehr alleine! Wie aus dem Nichts sah man links und rechts des Weges dutzende Murmeltiere aus ihren Löchern kommen oder am Eingang ihres Baus stehen und machten ihre Artgenossen durch laute Rufe auf die Eindringlinge aufmerksam.
Mitten im Nichts sah man schon von Weitem eine einzelne Jurte stehen und wir ließen natürlich nicht die Möglichkeit aus, uns diese aus der Nähe zu betrachten und auch den sehr gemütlichen Innenraum mit Holzofen zeigen zu lassen.
Und schließlich kamen wir bei unserer letzten Gastfamilie an. Einen solchen Ort, eine solche Stimmung habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt. Wir hörten Chelsea Wolfe als wir über eine einsame Straße in Mitten der Hochbene, umringt von Feldern und Bergen ein Dorf in der Ferne sahen. Sand wirbelte um unser Fahrzeug als wir ankamen, ein paar Männer spielten an einem kleinen Tisch Schach während mehrere junge Männer unser Fahrzeug betrachteten, teilweise mit Skimasken vermummt ums sich gegen den Sand und die Sonne zu schützen. Wir wurden erst einmal auf Tee und Brot in einer traditionellen Jurte eingeladen, bevor wir uns auf den Weg machten das Dorf und die Umgebung zu erkunden. Das Dorf selbst, mit seinem staubigen Boden und den selbstgebauten Häusern erweckte mehr den Anschein eines Nomadendorfs oder einer Szenerie aus Mad Max. Ich hatte noch nie Angst vor Hunden, hier wurde mein Vertrauen jedoch hart auf die Probe gestellt. Natürlich würden sich die Bewohner keine Hunde halten, die Menschen angreifen, aber wenn man sieht wie die Hunde untereinander agieren und welchen Stellenwert sie bei den Menschen haben, wurde mir doch jedesmal sehr mulmig wenn einer (oder mehrere) Hund(e) auf mich zukamen um zu sehen ob ich etwas Nahrung für sie hätte. Zwar gaben mir die Stahlkappen in meinen Schuhen ein kleines Sicherheitsgefühl, trotzdem hatten wir immer ein paar Steine in der Tasche, für den Notfall.
Ausserhalb des Dorfes gibt es Weidefläche und Berge soweit das Auge reicht. Ein unbeschreibliches Gefühl! Immer wieder stießen wir auf liegen gelassenes Yak Fell oder auf Körperteilen von Yaks.Und wir fanden schnell heraus, dass man diesen Tieren nicht zu Nahe kommen durfte, bei Bedarf können sie äußerst schnell sein.
Ein kleines Mädchen und ihr jüngerer Bruder beobachteten uns interessiert und als die Mutter sah, das ich von ihnen Photos machte, kam sie gleich auf mich zu mit der Bitte, von ihnen dreien ein Photo zu machen. Eine für mich sehr warmherzige Situation, wie die Mutter darauf Acht gab noch schnell die Kleidung ihrer Kinder zu säubern bevor ich das Photo machte. Ich hoffe sehr, das es sie erreichen wird.
Abends gab es wieder klassisch Schorba zu Essen, wobei sich unsere Gastfamilie größte Mühe gab, damit wir uns wohl fühlten.
Am nächsten Morgen machten wir noch kurz an einem kleinen See ganz in der Nähe des Dorfes halt, der angenehm ruhig inmitten dieser Weite lag. Lange konnten wir dort leider nicht verweilen, da man innerhalb von Sekunden von tausend Mücken umschwärmt wurde. Dennoch eine wunderschöner Augenblick!
Zwischendurch benutzten wir eine kurze Weile die Weltbekannte Plastic-Road, auf welcher tausende Lkws Waren von und nach China liefern.
Nun hieß es schon beinahe Abschied nehmen (zumindest vom Pamir Gebirge), die letzt Nacht verbrachten wir in unserer ersten Unterkunft, bevor es dann zurück in die Hauptstadt Dushanbe gehen würde.
Vor unserer Rückreise nach Deutschland hatten wir noch zwei Tage Aufenthalt in Dushanbe, was wir mit gutem Essen und tollen Freunden voll auskosteten. Tadschikistan war für mich ein Abenteuer, eine wundervolle Möglichkeit Einblick in eine mir völlig unbekannte Kultur zu erhalten und sowohl positive, wie auch negative Eigenschaften zu erfahren. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei unserer Freundin Leni bedanken, die uns das Ganze ermöglicht hat! Und ebenfalls geht mein Dank an unseren liebevollen und kümmernden Guide von Hike Tajikistan, Denis! Zu guter letzt darf ich natürlich auch nicht unsere beiden Fahrer vergessen, die völlig routiniert, absolut verlässlich und sicher durch die Berge gebracht haben.

DANKE!!!

Our driver at the gas station

Our driver at the gas station

Filling gasoline into a canister

Filling gasoline into a canister

Smiling owner of the gas station

Smiling owner of the gas station

Afghan Farmers

Afghan Farmers

Green land between the desert

Green land between the desert

Young boys are leading us the way

Young boys are leading us the way

Two boys in Tajikistan

Two boys in Tajikistan

Young boys having fun in Tajikistan

Young boys having fun in Tajikistan

A young boy in Tajikistan

A young boy in Tajikistan

Young boy with mountains in the background

Young boy with mountains in the background

Graves in the mountains of Tajikistan

Graves in the mountains of Tajikistan

Swastika on a rock in Tajikistan

Swastika on a rock in Tajikistan

Old signs on a rock in Tajikistan

Old signs on a rock in Tajikistan

Road through the mountains

Road through the mountains

Road through the valley

Road through the valley

Plastic Road in Tajikistan

Plastic Road in Tajikistan

Marmots in the mountains

Marmots in the mountains

Our cars on the road

Our cars on the road

Our guide,Denis

Our guide,Denis

Wonderful peaks, partly covered in snow

Wonderful peaks, partly covered in snow

Some small clouds over the mountains

Some small clouds over the mountains

Antlers in front of a traditional yurte.

Antlers in front of a traditional yurte.

Traditional yurte

Traditional yurte

Inside the yurte

Inside the yurte

Some motorcycle tourists

Some motorcycle tourists

Snowy mountain Peaks

Snowy mountain Peaks

Sign in the mountains

Sign in the mountains

Fog over a small lake in the mountains

Fog over a small lake in the mountains

Our last stay

Our last stay

Empty village

Empty village

Boys playing

Boys playing

Little girl hanging in a ladder

Little girl hanging in a ladder

A mother with her face covered

A mother with her face covered

Young boys playing

Young boys playing

Two children in front of the dog house

Two children in front of the dog house

A dog watching towards some people in the village

A dog watching towards some people in the village

Then he continuos his way

Then he continuos his way

Badass dog crossing our way

Badass dog crossing our way

A young boy hitting a dog

A young boy hitting a dog

Two dogs playing

Two dogs playing

Two dogs playing or fighting witch each other

Two dogs playing or fighting witch each other

Dogs playing or fighting with each other

Dogs playing or fighting with each other

Dog crossing the village

Dog crossing the village

A young boy playing

A young boy playing

Some small clouds over the mountains

Some small clouds over the mountains

A farmer bringing home his cows

A farmer bringing home his cows

A yak in the meadow

A yak in the meadow

A yak in the sunlight

A yak in the sunlight

A yak on the meadow

A yak on the meadow

A yak looking to the camera

A yak looking to the camera

Some boys playing footbal

Some boys playing footbal

Hiking over the meadow

Hiking over the meadow

Meadow

Meadow

Little girl and her younger brother

Little girl and her younger brother

Little girl standing in front of some houses

Little girl standing in front of some houses

Presenting to the camera

Presenting to the camera

Proud mother with her two children

Proud mother with her two children

Young girl watching in the camera

Young girl watching in the camera

Two young girls presenting for the camera

Two young girls presenting for the camera

A young dog sleeping

A young dog sleeping

Handmade bricks

Handmade bricks

Dried dung used as firewood

Dried dung used as firewood

Our cars out in nowhere

Our cars out in nowhere

Reflection on a lake

Reflection on a lake

A lonely fisherman

A lonely fisherman

Clouds over the lake

Clouds over the lake

 

Tent of a beekeeper

Tent of a beekeeper

 

Bees and behives

Bees and behives

Herd of goats and sheeps walking on a hill

Herd of goats and sheeps walking on a hill

Donkey eating grass

Donkey eating grass

Young men riding a donkey

Young men riding a donkey

Fox whole from the civil war

Fox whole from the civil war

Mine sign with young boy

Mine sign with young boy

A bus stop at 3252,8m altitude

A bus stop at 3252,8m altitude

Our group having Dinner

Our group having Dinner

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